{"id":43262,"date":"2022-05-05T07:43:57","date_gmt":"2022-05-05T07:43:57","guid":{"rendered":"https:\/\/g9hq0oamq8.onrocket.site\/?post_type=methode&#038;p=43262"},"modified":"2023-08-21T10:53:47","modified_gmt":"2023-08-21T10:53:47","slug":"delag-framework","status":"publish","type":"methode","link":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/method\/delag-framework\/","title":{"rendered":"DELAG+ Framework"},"content":{"rendered":"\n<p>Zur digitalen Transformation geh\u00f6rt es dazu, digitale Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln und zu etablieren. Dazu finden Sie in diesem Buch viele hilfreiche Methoden, die Sie bei verschiedenen Szenarien unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kontext der Entwicklung von digitalen Produkten &amp; Services haben in der Praxis viele Unternehmen h\u00e4ufig Probleme damit, diese Methoden sinnvoll und ganzheitlich zu kombinieren, um eine Idee zu generieren, aus dieser ein erfolgreiches Gesch\u00e4ftsmodell zu gestalten und die ersten Kunden zu akquirieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Um erfolgreich digitale Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln, werden einerseits ein interdisziplin\u00e4res Team und das entsprechende Umfeld zum freien, kreativen Arbeiten ben\u00f6tigt. Andererseits werden auch die richtigen Werkzeuge\/Methoden und ein entsprechender Prozess ben\u00f6tigt. Das Framework \u201eDELAG+\u201c bietet einen Vorschlag f\u00fcr den ganzheitlichen Prozess mit einem vorausgew\u00e4hlten Werkzeugkasten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStanding on the shoulders of giants.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die im Framework benutzten und von Experten entwickelten Methoden sind keinesfalls neu und gr\u00f6\u00dftenteils in diesem Buch beschrieben. Das Framework bringt diese in ein gemeinsames Grundger\u00fcst, um digitale Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln. <\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6ren vor allem folgende Makro-Methoden:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Design Thinking soll sicherstellen, dass wir uns kundenzentriert auf die richtigen Problemstellungen konzentrieren<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Lean Startup soll sicherstellen, dass wir schlank arbeiten, unsere Annahmen hinterfragen und durch Fehler kontinuierlich lernen und verbessern<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Agile Methoden sollen sicherstellen, dass wir w\u00e4hrend der Umsetzung flexibel bleiben und auf sich \u00e4ndernde Anforderungen reagieren k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Growth Hacking soll sicherstellen, dass wir die obigen Methoden auch in das Marketing transferieren, um kreativ, schlank, agil und datengetrieben Kunden akquirieren<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 + Strategizing soll sicherstellen, dass wir an einer gemeinsamen Vision arbeiten, ein skalierbares Gesch\u00e4ftsmodell aufbauen und die Methoden ineinander \u00fcbergreifen k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLag\u201c bedeutet \u201enachh.ngen\u201c, \u201edahinkriechen\u201c oder \u201elangsam vergehen\u201c. Das als Akronym gebildete Kunstwort DELAG+ soll als Framework dagegenwirken, indem Gesch\u00e4ftsmodelle durch die Methoden schlank und schnell entwickelt und somit Verz\u00f6gerungen durch eine Integration der verschiedenen Phasen und Methoden vermieden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die DELAG+-Phasen<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Produkt hat im Gegensatz zu einem Projekt erst einmal kein festgesetztes Enddatum. Daher gibt es immer wiederkehrende Aktivit\u00e4ten bei der Entwicklung von digitalen Gesch\u00e4ftsmodellen, die kontinuierlich und iterativ durchlaufen werden, solange das Produkt existiert, es erfolgreich ist und man es aktiv weiterentwickeln m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zyklus kann dabei in verschiedene Phasen unterteilt werden. Diese Phasen lassen sich nach agiler Vorgehensweise in Sprints durchlaufen. Jede Phase bringt bestimmte Ziele mit sich, auf die sich diese Phase konzentriert. Um diese Ziele zu erreichen, werden bestimmte Methoden durchgef\u00fchrt, durch die wiederum Artefakte bzw. Ergebnisse (\u201eDeliverables\u201c) entstehen. Die Methoden sind in DELAG+ so ausgew\u00e4hlt, dass die entstehenden Artefakte durchg\u00e4ngig zwischen den Phasen durchgereicht und weiterverwendet werden k\u00f6nnen. Es sind handfeste Ergebnisse, wie z. B. Personas, Designs, User Stories oder ein Prototyp. Artefakte sind somit in DELAG+ quasi die Bindeglieder zwischen den Phasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sprints der Phasen k\u00f6nnen beliebig verkn\u00fcpft und kombiniert werden. Zu Beginn liegt der Fokus meist auf Strategy Sprints und Discovery Sprints. Bei Beginn der Umsetzung gibt es vermutlich mehrere Delivery Sprints. Aber die verschiedenen Sprints k\u00f6nnen auch bspw. in Form von \u201eDual-Track Agile\u201c (im Buch beschrieben) kombiniert und synchron oder sequenziell durchlaufen werden. Dies kommt immer auf Organisation, Team, Kontext, Umgebung, Rahmenbedingungen und Produkt an. Was in DELAG+ aber konstant ist, ist ein \u00fcbergreifender Wertfluss durch die Schaffung von wiederverwendbaren Artefakten zwischen den Phasen. Dieser kann idealerweise in einem Kanban Board festgehalten werden:<\/p>\n\n\n\n<p>Doch welche Phasen werden in DELAG+ durchlaufen, um ganzheitlich Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln \u2013 von der Ideenfindung bis zur Umsetzung und Vermarktung?<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu schauen wir uns die Definition eines Gesch\u00e4ftsmodell nach Alexander Osterwalder an:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin Gesch\u00e4ftsmodell beschreibt das Grundprinzip, nach dem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Doch was genau ist ein Wert, ein Wertversprechen bzw. eine \u201eValue Proposition\u201c? Und wie k\u00f6nnen wir diesen schaffen, vermitteln und ausliefern? Eine Value Proposition entsteht, wenn wir Kunde, Problem und L\u00f6sung zusammenbringen. Wir m\u00fcssen validieren, dass eine bestimmte Zielgruppe ein Problem hat und wir dieses Problem mit einer L\u00f6sung bzw. einem Wertversprechen adressieren k\u00f6nnen. Diesen Meilenstein nennt man \u201eProblem-Solution- Fit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies reicht aber noch nicht f\u00fcr ein tragf\u00e4higes Gesch\u00e4ftsmodell \u2013 eine Value Proposition allein gen\u00fcgt nicht. Wir m\u00fcssen also zus\u00e4tzlich validieren, dass die relevante Zielgruppe sich f\u00fcr diese L\u00f6sung interessiert, gegen\u00fcber anderen L.sungen vorzieht und bereit ist, daf\u00fcr etwas zu bezahlen (Entstehen einer \u201eUnique Value Proposition\u201c). Diesen Meilenstein nennt man \u201eProduct- Market-Fit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben ein relevantes Problem einer Zielgruppe identifiziert, wir k\u00f6nnen dieses adressieren und die Zielgruppe ist bereit, daf\u00fcr Geld zu bezahlen. Allerdings fehlt neben der Value Proposition noch das Gesch\u00e4ftsmodell selbst, in das wir diese Value Proposition einbetten k\u00f6nnen, damit wir diese auch skalierbar schaffen, vermitteln und ausliefern k\u00f6nnen und der Umsatz am Ende dabei gr\u00f6\u00dfer ist als die Kosten. Diesen Meilenstein nennt man \u201eBusiness Model Fit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Gesch\u00e4ftsmodell in Kombination mit der Unique Value Proposition m\u00fcssen wir also sicherstellen, dass wir diesen Wert skalierbar erschaffen (\u201eDesirability\u201c\/W\u00fcnschbarkeit), vermitteln \u201eFeasibility\u201c\/Machbarkeit) und erfassen k\u00f6nnen (\u201eViability\u201c\/Rentabilit\u00e4t).<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eDesirability\u201c bezieht sich auf die Erschaffung des Wertes: Eine Zielgruppe hat ein Problem, welches wir mit unserem Wertversprechen adressieren (Problem-Solution-Fit). Diesen Schritt nennen man auch &#8222;Customer Discovery&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zielgruppe interessiert sich f\u00fcr die L\u00f6sung, pr\u00e4feriert es gegen\u00fcber anderen L\u00f6sungen und ist bereit, etwas zu bezahlen  (Product-Market-Fit). Diesen Schritt nennt man auch \u201eCustomer Validation\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eFeasibility\u201c bezieht sich auf die Vermittlung des Wertes: Wir m\u00fcssen die L\u00f6sung und Wertsch\u00f6pfung skalierbar erschaffen und ausliefern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eViability\u201c bezieht sich auf die Erfassung des Wertes: Wir m\u00fcssen sicherstellen, dass wir profitabel sein k\u00f6nnen und die Kosten langfristig geringer sind als die Einnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir zusammen mit der \u201eDesirability\u201c auch die \u201eFeasibility\u201c und \u201eViability\u201c des Gesch\u00e4ftsmodells sichergestellt haben, nennen wir diesen Schritt \u201eCustomer Creation\u201c (Business Model Fit).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese verschiedenen Schritte und Meilensteine werden in DELAG+ in folgende Phasen abgebildet:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Discovery Sprint mit Fokus auf \u201eDesirability\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>2. Delivery Sprint mit Fokus auf \u201eFeasibility\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>3. Growth Sprint mit Fokus auf \u201eViability\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>4. Strategy Sprint mit Fokus zur langfristigen Planung und \u00fcbergreifenden Synchronisierung<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00fcbergreifender Wertfluss kann wie folgt aussehen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Discovery: Hypothese \u2192 Test \u2192 Validiertes\/falsifiziertes Ergebnis<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Strategy: Priorisierung und Verfeinerung der Ergebnisse sowie Dokumentierung der Anforderungen f\u00fcr Umsetzung <\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Delivery: Dokumentierte Anforderungen aus validierten Ergebnissen \u2192 Umsetzung \u2192 Review \u2192 fertiggestellt<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Growth: Fertiggestellte Ergebnisse \u2192 Vermarktung im Funnel \u2192 Akquise von Kunden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschreibt, wie man von der Discovery \u00fcber<br \/>\ndie Validierung von Hypothesen zur Umsetzung<br \/>\ngelangt.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":43263,"template":"","meta":{"_surecart_dashboard_logo_width":"180px","_surecart_dashboard_show_logo":true,"_surecart_dashboard_navigation_orders":true,"_surecart_dashboard_navigation_invoices":true,"_surecart_dashboard_navigation_subscriptions":true,"_surecart_dashboard_navigation_downloads":true,"_surecart_dashboard_navigation_billing":true,"_surecart_dashboard_navigation_account":true,"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":""},"working-guide":[],"transformation-blocks":[64,62,65,66,63],"innovation-stage":[],"class_list":["post-43262","methode","type-methode","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","transformation-blocks-scaling","transformation-blocks-scanning","transformation-blocks-exploiting","transformation-blocks-exploring","transformation-blocks-earning"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/43262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/methode"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/43262\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43263"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"working-guide","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/working-guide?post=43262"},{"taxonomy":"transformation-blocks","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/transformation-blocks?post=43262"},{"taxonomy":"innovation-stage","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innovation.wiki\/de\/wp-json\/wp\/v2\/innovation-stage?post=43262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}