Die Methode „Day in Life of “ oder „Week in Life of “ („Tag/Woche im Leben von“) geht auf einen Artikel von Francis Gouillart und Frederick D. Sturdivant aus dem Jahr 1994 zurück. Und trotz des bereits langen Bestandes könnte diese Methode nicht relevanter sein als im Zeitalter der Digitalisierung: Zeiten sind knapp, Aufgaben komplex und umfangreich, Effizienzen erforderlicher als je zuvor, und jeder Tag beschleunigt sich obendrein. Priorisierung ist das Mantra der Stunde.
Die Methode DILO hat zum Ziel a) Aufgaben von Personen zu identifizieren und b) Rollen zu analysieren, die im Rahmen von täglicher Arbeit anfallen. DILO hilft dabei betriebliche Schwachstellen und Herausforderungen zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten, um mit selbigen Problemstellungen effizient umzugehen. Zentral ist dabei die Erkenntnis zur Nutzung der täglich zur Verfügung stehenden Zeit. Sobald ein klares Bild vorherrscht, wie Menschen ihre Zeit nutzen, müssen Sie keine unscharfen Annahmen mehr darüber treffen, was wohl passiert, und wie Ressourcen irgendwie effektiver genutzt werden könnten.
Im Hintergrund der Methode steht die Offenlegung, wie viel Zeit für Aufgaben aufgewendet wird, die der Organisation einen echten Mehrwert bieten (welche mittelbar wertschöpfend sind) und wie viel Zeit für solche Aufgaben verbraucht wird, wo dies eben nicht der Fall ist. Anstatt also an angenommenen Problemen zu werkeln, kann nach einer DILO Analyse daran gearbeitet werden, wo sich echte Zeit- und damit Kostenfresser verbergen.